Widerstand gegen Google FLoC

Während viele Browser-Hersteller Tracking-Cookies endlich die Stirn bieten und ihre Anwender*innen mit der Möglichkeit ausstatten, sie erfolgreich zu blockieren, arbeitet Google schon an der nächsten Generation des Internet-Trackings. So wird das Federated Learning of Cohorts (oder kurz FLoC) in Googles Chrome-Browser ausgerollt und soll Anwender*innen zukünftig auf Grundlage Interessen-basierter Kohorten einteilt werden, um ihnen Werbung auf den Leib schneidern zu können. Verschiedene Expert*innen, unter anderem von der Electronic Frontier Foundation, halten diese neue Tracking-Technologie für hochgefährlich. Andere Browser-Hersteller, die ebenfalls auf den Chromium-Kern setzen, haben bereits angekündigt, FLoC nicht implementieren oder sogar „unter allen Umständen“ entfernen zu wollen.

Auch in der WordPress-Community regt sich Unmut. Der Entwickler Roy Tanck hat in der letzten Woche ein kleines Plugin veröffentlicht, mit dessen Hilfe man FloC für die eigene Website deaktivieren kann. Am Wochenende hat ein WordPress-Community-Mitglied dann in einem umfassenden Beitrag auf make.wordpress.org dazu aufgerufen, FLoC als Sicherheitsrisiko zu betrachten und vonseiten des WordPress-Core standardmäßig zu deaktivieren. Die Diskussion in den Kommentaren zum Beitrag läuft noch und fällt bisher deutlich zugunsten des Vorschlags aus. Wie die Entscheidung am Ende ausfällt, werden wir vielleicht schon in den nächsten Tagen sehen.

Electronic Frontier Foundation: Google’s FLoC Is a Terrible Idea
Roy Tancks Plugin: Disable FLoC
Proposal: Treat FLoC as a security concern

Der responsive Abstandshalter-Block

Kirsten Schelper hat sich in der vergangenen Woche einer kleinen aber ärgerlichen Unzulänglichkeit des Gutenberg-Editors gewidmet. Der Abstandshalter-Block, der dort zur Verfügung steht und es Anwender*innen ermöglicht, schnell individuell dimensionierte Abstände zwischen andere Elemente zu platzieren, ist noch nicht richtig im mobilen Web angekommen. Für den Block lässt sich im Editor eine – und nur eine – Größe definieren, die dann sowohl auf großen Bildschirmen wie auch auf Mobilgeräten gilt.

Ein Umstand, den Kirsten nicht länger mit ansehen will und sich mit einem kleinen CSS-Schnipsel Abhilfe verschafft hat.

Weiterführende Informationen →

Was bringt die Mitarbeit an WordPress eigentlich?

Als ich 2012 mein erstes WordPress-Meetup gegründet habe, war meine Mutter nachhaltig irritiert. Warum investieren Menschen ihre Freizeit in ein Software-Projekt, warum fahren sie quer durch die Republik zu Veranstaltungen, warum veröffentlichen sie selbst programmierte Plugins und Themes und das alles kostenlos?

Andrea Middelton hat in einem Blog-Beitrag die Antworten gefunden, die ich meiner Mutter vor fast zehn Jahren nicht geben konnte.

Weiterführende Informationen →

Custom CSS auslagern

Matze Kittsteiner erklärt kurz und knapp, wie eigenes CSS, das über den Customizer eingegeben wurde, als eigene Datei eingebunden werden kann. Standardmäßig wird das CSS direkt im Quelltext der Seite ausgegeben, was in den meisten Fällen, aber eben nicht immer passt.

Mit Matzes Ansatz lässt sich das eigene CSS als gesonderte Datei einbinden und ganz nebenbei lässt sich dadurch auch die Reihenfolge beeinflussen, in der das CSS geladen wird.

Weiterführende Informationen →

WP Meetups der Woche

Short News