Das Ende von Calypso

Ende 2015 wurde das Admin-Interface von WordPress.com öffentlichkeitswirksam auf das neue Interface Calypso umgestellt. Anders als das Interface der selbst gehosteten Version setzt Calypso auf die REST-API, Node.js und React. Nachdem Calypso vor fünf Jahren zum Start noch eines der Top-Gesprächsthemen in der Community war, habe ich mindestens seit dem Start des Gutenberg-Projekts kein Wort mehr davon gehört. Jetzt präsentiert Automattic also „das neue WordPress.com“, dessen Oberfläche verdächtig nach einem leicht angepassten Standard-Admin-Menü aussieht.

Auch wenn ich noch keine öffentliche Äußerung gefunden habe, vermute ich, dass das zuständige Team innerhalb des Unternehmens einen größeren Fokus auf den ebenfalls React-basierten Block-Editor legen wird. Auf einem anderen Blatt steht derweil, dass das Design des WordPress-Interfaces außerhalb von Gutenberg inzwischen in die Jahre gekommen ist und dringend einmal komplett neu gedacht werden sollte.

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Barrierefreiheit als Einstellung

Barrierefreiheit ist und bleibt eines der wichtigsten Themen für Webworker. Egal ob wir Websites designen, programmieren oder mit Inhalt füllen, wir haben fast jeden Tag mehrmals die Möglichkeit, uns für oder gegen Barrierefreiheit zu entscheiden. Dazu, uns dieser Möglichkeiten und unserer Pflicht als „Profis“ bewusst zu werden, ruft Bernhard Kau in seinem neuesten Blog-Beitrag auf.

Bernhards Beitrag: Barrierefreiheit ist kein Feature

Die Barrierefreiheits-Päpstin Rian Rietveld hat ihren Followern auf Twitter, genauer gesagt denjenigen Followern, die nicht auf Barrierefreiheit angewiesen sind, eine Frage gestellt. Sie wollte wissen, womit diese auf Websites am meisten zu kämpfen haben, was sie am meisten stört. Noch vor Performance-Problemen nannten die Befragten: ungewollte Unterbrechungen, schlechte User-Experience, schlechte Lesbarkeit und Benutzbarkeit von Formularen. Mit diesen und vielen weiteren Antworten zeigt Rian, wie wichtig Barrierefreiheit für uns alle ist.

Rians Beitrag: Blind people don’t visit my website

WordPress-Sicherheit im Testzentrum

Zum Abschluss noch eine kleine Anekdote aus dem Testzentrum. Die Kolleg*innen von WPscan vermelden eine Schwachstelle bei einem deutschen Betreiber von Corona-Testzentren. Auch wenn das Problem nicht direkt mit WordPress im Zusammenhang steht, ist es dennoch ein anschauliches Beispiel für alle Entwickler*innen. Für die Abwicklung der administrativen Aufgaben rund um die Tests setzt der betreffende Betreiber offenbar auf eine WordPress-Instanz, die mit eigenen REST-API-Endpunkten erweitert wurde, um Registrierung und später auch Ausgabe von Testergebnissen zu schultern.

Mithilfe einer zehnstelligen ID-Nummer konnten die Getesteten nach der Begegnung mit dem Wattestäbchen ihre Ergebnisse online abrufen. Leider wurden die betreffenden IDs fortlaufend vergeben, sodass die Ergebnisse von knappe 14.000 Getesteten mitsamt persönlicher Informationen offen abrufbar waren.

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