WordPress 5.5 steht vor der Tür

Es ist Update-Woche! Am späten Dienstagabend dürfte WordPress 5.5 das Licht der Welt erblicken. Im Gepäck hat die neue Version dieses Mal eine ganze Reihe neuer Funktionen, die auch (aber nicht nur) für all diejenigen interessant sein werden, die den Gutenberg-Editor nach wie vor nicht benutzen.

Umfassende Zusammenfassungen aller neuen Features und behobenen Bugs sind sicher schon geschrieben, für diese Ausgabe des Letters hab ich mir stattdessen aber drei Beiträge ausgesucht, die jeweils einen Teil der neuen WordPress-Version genauer beleuchten.

Automatische Updates für mehr Sicherheit

Plugins und Themes werden ab WordPress 5.5 automatische Updates erhalten können. Die Funktion ist standardmäßig inaktiv und kann auf Wunsch auf einer Pro-Plugin-Basis aktiviert werden. Die Kollegen der Security-Lösung Wordfence haben sich die Vor- und Nachteile automatischer Updates angesehen und ziehen aus ihren Überlegungen verschiedene Schlüsse.

Zunächst lösen automatische Updates das große Sicherheitsproblem veralteten Codes in Plugins und Themes, der als Einfallstor für Angreifer dienen kann. Gleichzeitig können aber auch Updates fehlschlagen, unerwartete Änderungen an Funktion und Qualität des betreffenden Plugins bedeuten oder grundsätzlich von unklarer Qualität sein. Allen, denen diese Unsicherheiten (innerhalb eines Sicherheits-Features) zu viel Kopfzerbrechen bereiten, die auf die fehlerfreie Erreichbarkeit ihrer Websites angewiesen sind und/oder sowieso schon auf einen professionellen WordPress-Service zurückgreifen, empfehlen die Experten von Wordfence ein vorsichtiges Vorgehen oder den simplen Verzicht auf das Auto-Update-Feature.

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Block-Patterns als logischer Schritt für Gutenberg

Die spannendste Neuerung in Gutenberg seit dem Start von Gutenberg selbst nennt sich „Block-Patterns“ und wird von Thomas Weichselbaumer in seinem aktuellen Artikel zum Thema völlig zurecht als potenzieller Game-Changer bezeichnet.

Block-Patterns sind vorkonfigurierte Zusammenstellungen von Blöcken, die vom WordPress-Core bereitgestellt werden, aber auch von Themes und Plugins angeboten werden können. Anwenderinnen und Anwender können die Vorlagen auswählen und mit eigenen Inhalten befüllen. Gutenberg rückt damit einen großen Schritt näher zu „vollwertigen“ Pagebuildern auf. Patterns können in ihrer Größe variieren und von kleinen Modulen bis hin zu ganzen Seiten-Vorlagen verschiedene Anwendungsfälle abdecken.

Gleichzeitig wird es für Entwicklerinnen und Entwickler deutlich einfacher, komplexe Konstrukte anzubieten, ohne gleich aufwändig eigene Blöcke bereitstellen zu müssen. Mit etwas Glück werden Blöcke damit grundsätzlich weniger komplex und stellen eher die Grundbausteine einer Seite dar, die dann durch Patterns zu größeren Gebilden kombiniert werden können.

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Die Zukunft von Lazy Loading

Mit WordPress 5.5 wird WordPress out of the Box zum ersten Mal das dynamische Nachladen von Bildern ermöglichen („Lazy Loading“), wenn der aktuelle Browser das unterstützt. Damit kommt eine Ära zu einem guten Ende, in der Lazy Loading nur durch Plugins bereitgestellt werden konnte.

Warum es aber vielleicht dennoch nicht geboten ist, die betreffenden Lazy-Loading-Plugins direkt auszusortieren, erklärt Florian Brinkmann in seinem neuesten Beitrag. Er selbst ist Entwickler des Plugins Lazy Loader und hat den bevorstehenden Release von WordPress 5.5 zum Anlass genommen, zu betonen, dass Lazy Loader weiterhin gepflegt werden wird und dass es nach wie vor einige Anwendungsfälle für das Plugin gibt.

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Gutenberg und Elementor unter der Lupe

Abhängig davon, welcher Editor oder Pagebuilder in WordPress zum Einsatz kommt, variiert nicht nur das Aussehen, sondern auch die Menge und Qualität an Code, die ausgegeben wird, stark. Nun ist bekannt, dass ich persönlich kein besonderer Fan von Pagebuildern im Allgemeinen bin. Elementor gehört trotzdem zweifelsohne zu den besseren Optionen.

Munir Kamal, von Gutenberg Hub, hat sich an einen interessanten Versuch gewagt. Sein selbstgestecktes Ziel war es, die Website von Elementor mit Gutenberg nachzubauen, um einen direkten Vergleich zwischen den beiden Editoren ziehen zu können. Sein besonderer Fokus lag dabei auf der Menge des ausgegebenen Codes, die jeweils nötig ist, um eine vergleichbare Website zu erhalten.

Die Ergebnisse dieses kleinen Versuchsaufbaus können sich sehen lassen. Munir konnte fast die ganze Website in Gutenberg nachbauen, ohne auf Drittanbieter-Blöcke oder weitere Plugins zurückgreifen zu müssen. Nach einem genaueren Blick auf den Source-Code sowohl der originalen (Elementor) Version, als auch der nachgebauten (Gutenberg) Version der Website wird klar: Gutenberg kommt mit deutlich weniger HTML aus und produziert aus dem Stand heraus erstmal etwas schlankere Websites.

 

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